Über den Wolken ...

Wir befinden uns in Startposition für unseren Flug Richtung Urlaub und Auszeit. Ab sofort machen wir aus der Zeit im Flieger ein Wellnessprogramm der Extra-Klasse – um kommen schon strahlend und erholt am Reiseziel an! 

 

TEXT: Kim Sörnsen

Durstlöscher 

Gewusst? Die Luftfeuchtigkeit im Flugzeug beträgt gerade mal 15 Prozent und ist damit sogar geringer als in der Sahara! Kein Wunder, dass unsere Haut sich gestresst und trocken anfühlt. Damit unser Teint im Höhenflug bleibt, ist es wichtig, während des Flugs ausreichend Wasser (mindestens 250 Milliliter pro Stunde) zu trinken. 


Körpersprache

Der Luftdruck im Flugzeug unterscheidet sich deutlich von dem am Boden. Die Unterschiede können sich auf die Sauerstoffversorgung auswirken und zu üdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Schwindel führen. Ein Must-Do bei langen Reisen: Bewegung! Langes Sitzen sorgt dafür, dass unser Blut langsamer fließt und sich in Beinen und Füßen staut. Ein paar kurze Schritte im Gang oder spezielle Übungen (zum Beispiel Wadenheben) aktivieren die Wadenmuskeln und beugen Schwellungen vor. Weitere Helferlein für ein besseres Körpergefühl: Wärmepflaster steigern unser Wohlbefinden und wirken vorbeugend gegen Nacken- und Rückenschmerzen. Ein Multibalm wird zum Retter bei trockenen Stellen bei Lippen, Händen oder Ellenbogen. Dem Nahrungsergänzungsmittel Pycnogenol wird auch eine positive Wirkung zugeschrieben: Das Extrakt aus Kiefernrinde reduziert das Risiko von Blutgerinnseln und Jetlag-Symptomen. Jetzt noch ein paar Tropfen von Rosmarin-, Pfefferminz- oder Eukalyptusöl auf die Handgelenke, um die Blutzirkulation anzuregen und wir sind bestens gewappnet gegen Flug-Face & Co.


Flug-Workout für lange Reisen

Rückenwohl: Schulterblätter nach hinten zur Wirbelsäule ziehen, sodass sich der Brustkorb vorne wölbt. Die Position für zehn Sekunden halten, dann lösen. Fünf mal wiederholen.

Fußaktivator: Füße vom Boden heben. Abwechselnd mit jedem Fuß im Uhrzeigersinn und dann gegen den Uhrzeigersinn kreisen. Das hilft, die Knöchel zu lockern und die Durchblutung zu verbessern.

Schulterzucken: Beide Schultern so hoch wie möglich in Richtung der Ohren heben und die Position für einige Sekunden halten. Langsam wieder sinken lassen und insgesamt zehn Mal wiederholen.


Luftsicheres UV-Schutzschild

Wir fliegen der Sonne entgegen und sind ihr mit einer Flughöhe von ungefähr 10.000 Metern so nah wie nie zuvor. Dann noch ein sonniger Fensterplatz und schon fühlen wir uns unserem Urlaubsziel ganz nah. Das Einzige, was fehlt? Die Sonnencreme, die in unserem Koffer liegt. Die UV-B-Strahlen können zwar von dem mehrschichtigen Verbundglas der Flugzeugfenster fast komplett abgeschirmt werden, gleichen trotzdem einem 20-minütigen Solariumbesuch! Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf jeden Fall eine kleine Tube im Handgepäck bereithalten oder die Fensterblende herunterklappen. 

Smarte Minis

Inzwischen planen die meisten für ihr Beautyprogramm im Urlaub mit praktischen Reisegrößen. Das spart Platz und vor allem Gewicht. Aber was ist, wenn es unser Lieblingsprodukt nicht im Miniformat erhältlich ist? Dann ist Kreativität gefragt. So lassen sich für einen Kurztrip unsere Tages- und Nachtcreme perfekt in einer Kontaktlinsendose verstauen. Loses Puder, Blush oder Lidschatten finden in einer gesäuberten Pillenbox Platz. So wird das Risiko verhindert, dass größere Make-Up-Produkte aufbrechen und beschädigt werden. 

Schlaf gut

Um vor dem kalten Lufstrom der Klimaanlage geschützt zu sein, sollten wir auf warme Kleidung setzen. Zwiebellook ist angesagt! Ein Schal schützt uns zusätzlich vor Erkältungen und kann mit ein paar Aromatropfen zum Einschlafbegleiter werden. Dafür eignen sich vor allem Lavendel-, Sandelholz- oder Jasminöl. 

Hairlich

Kaum haben wir das Flugzeug betreten, haben sich unsere Haare schon längst auf Reisen begeben – und zwar fliegen sie in alle Himmelsrichtungen. Schuld daran: die trockene Luft. Unseren Haaren wird Feuchtigkeit entzogen, wodurch sie anfälliger für statische Aufladung ist. Für die Frisch-vom-Friseur-Friese braucht es da auch unterwegs etwas Vorbereitung. Mithilfe eines Overnight-Serums für den Ansatz beruhigen wir unsere Kopfhaut, geben unseren Haaren mit speziellen Reinigungstüchern ein Fresh-Up in Sachen Volumen und befreien sie von öligen Partikeln. Jetzt noch eine Pflege zum Sprühen und schon ist unsere Mähne mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und vor Umwelteinflüssen geschützt.

Glow-Getter

Die trockene Kabinenluft entzieht unserer Haut Feuchtigkeit. Daher beginnen wir zunächst mit einer intensiven Feuchtigkeitscreme, die uns auch bei anspruchsvollen Bedingungen in der Luft hydratisiert. Eine Feuchtigkeitsmaske hilft zusätzlich den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Zehn Minuten einwirken lassen und sanft mit den Fingern in die Haut eintupfen.

Weniger ist mehr

Wenn möglich, auf schweres Make-up verzichten. Dies erlaubt unserer Haut zu atmen und erleichtert das regelmäßige Auftragen von Feuchtigkeitscreme. Ein leicht getönter Balsam oder eine BB-Creme können eine gute Alternative sein.

Erfrischung zwischendurch

Gesichtssprays oder erfrischende Tücher können Wunder wirken, um sich aufzufrischen und die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit zu versorgen. Vor allem Inhaltsstoffe wie Aloe Vera oder Kamille beruhigen den Teint.

Augen auf

Die empfindliche Haut um die Augen herum braucht besondere Aufmerksamkeit. Ein hydratisierender Augenroll-On oder Augenpatches können helfen, Schwellungen und Trockenheit zu reduzieren.

Zeitzonenkater

Gähn! Damit wir uns wegen Jetlag gar nicht erst müde und schlappfühlen, setzen wir alles auf eine gute Vorbereitung: Vor der Abreise unsere innere Uhr auf das Reiseziel einstellen. Die Flüge nach Osten nutzen wir zum Schlafen, wohingegen wir für unsere Reise in den Westen lieber wach bleiben. Das Nickerchen nach der langen Reise für ein paar Stunden verschieben und einen ausgedehnten Spaziergang machen. Frische Luft hilft uns dabei, uns in der neuen Umgebung zu akklimatisieren.  




Bilder: Pexels